Sonntag, 8. März 2015

Wilde Alpenveilchen - Cyclamen







Cyclamen coum - Alpenveilchen - Verwendung, Pflege, Standort, Vermehrung und Wissenswertes rund um diesen schönen Frühlingsblüher










Wilde Alpenveilchen - Cylamen coum


Neben Christrosen, Schneeglöckchen, Crocus tommasianus und Leucojum - den Märzenbechern - sind die wilden Alpenveilchen meine Lieblinge im Frühlingsgarten!







Der einzige Nachteil - sie sind gaaaaanz schwer zu fotografieren! 
Ich versuche es oft und die Bilder kommen an die Realität einfach nicht ran.


Sie sind kleine Schätze für den Garten.

Sie blühen unermüdlich ab Dezember bis lang in den Frühling - wann immer der Schnee die kleinen Köpfchen rausspitzen lässt. 



Standort

Sie schmiegen sich an den Stamm von Gehölzen, trotzen Trockenheit im Sommer und klirrender Kälte im Winter.


Die Blätter sind im Winter grün, oft sehr schön marmoriert, silbrig geadert oder schlicht dunkelgrün wie bei mir. Sie ziehen im Frühling dann erstmal ein. 
Da sie an Stellen wachsen, die sonst als Standort nicht begehrt sind - nah am Stamm von Gehölzen, an sommertrockenen Stellen unter Sträuchern - können sie dort ungestört den Sommer lang ruhen.
Ideal also für schwierige Standorte.

Verwendung im Garten

Viele meiner Kunden blicken sehr skeptisch, wenn ich den Namen Alpenveilchen nenne - vermutlich denken sie an die Zimmerpflanzen in Blumentöpfen.

Nun - die gibt es auch. Das sind die Zahmen.

Wir reden hier über die Wilden.
Und die haben für mich so gar nichts mit dem verstaubten Image der armen Verwandten zu tun.

Sie blühen unermüdlich - hier ein Bild von 

... Ende Dezember

... und Ende Februar 



Ganz oben aktuell von heute und sie sind noch lange nicht fertig mit Blühen.
Sie wachsen sogar im Wurzelfilz von Sträucher und Bäumen, so lange sie im Winter und Frühling genug Licht bekommen. Den Sommer über ruhen sie ja dann und können dunkel stehen.

Ich pflanze sie zusammen mit Christrosen, Schneeglöckchen, Märzbecher und Crocus tommasianus am Gehölzrand.

Gut passen auch wintergrüne Arum italicum oder Ophiopogon (Schlangenbart).


Vermehrung

Sie vermehren sich recht willig durch Aussaat, wenn man sie in Ruhe lässt. So können sie schöne Teppiche bilden.
Die Knollen selbst werden auch von Jahr zu Jahr dicker und bringen immer mehr  Blüten hervor. So werden es richtige Pulks im Garten - wie auf dem Bild ganz oben.

Auch hier gilt - nie hacken. 





Beste Pflanzzeit für Cyclamen coum ist im Frühling


Die jungen Sämlinge (meist ein paar Blätter mit einer winzigen Knolle drunter) grabe ich sehr vorsichtig aus und verpflanze sie an andere Stellen unter Gehölzen wie Kirschbaum und Apfelbaum. 
Ein kleiner Alpenveilchen-Hain schwebt mir vor. Es wird wohl noch ein paar Jahre dauern - und vielleicht lerne ich ja bis dahin, wie ich sie fotografieren kann.


alles Wissenswerte zum Wilden Alpenveilchen - Cyclamen coum - wie Pflege, Vermehrung und Standort


Wissenswertes zu den winterharten Cyclamen

Cylamen gehören zu den Primel-Gewächsen.
Ich pflanze sie in größeren Gruppen und ca. 10 Stk./qm.
Sie sind giftig.
Kaum gefährdet durch Schnecken (die ja auch im Winter ruhen).

Es gibt bei uns neben Cyclamen coum noch die winterharten Cyclamen hederifolium - sie blühen früher - etwa ab August bis Oktober. 

Aber die sind für mich nicht so interessant wie die winterblühende Art. 
Denn grad in der kalten Jahreszeit kann ein Garten recht trostlos aussehen und wie ihr wisst, ist es ein großes Anliegen von mir, Gärten auch im Winter attraktiv und interessant zu gestalten.


Ich hoffe, ich konnte den Charme der wilden Cyclamen wenigstens ein wenig einfangen, denn sie sind es wert, in den Garten geholt zu werden.


Viele Grüße von Renate





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