Montag, 8. Februar 2016

Alpenveilchen - Cyclamen coum




Wilde Alpenveilchen - Cyclamen coum im Garten 


Ich liebe sie sehr, diese kleinen, zarten Geschöpfe, die sofort alle Blicke auf sich ziehen. Vor allem natürlich weil sie mitten im Winter blühen, wenn der Garten sonst eher trist und kahl ist.

Im heutigen Pflanzenportrait erzähle ich über Standort, Vermehrung und Pflege dieser hübschen kleinen Winterblüher.




Mittlerweile fangen sie an, durch den Garten zu wandern. Es sind wohl hauptsächlich Ameisen, die die Samen verbreiten und verteilen. Ich freue mich über die unerwarteten Farbtupfer, die hier und da im Garten aufleuchten.



Sie blühen von Weihnachten bis Ende Februar, bei Kälte, Schnee, Eis und Frost. Raureif macht sie nur noch schöner und auch wenn sie ihre Köpfchen zum Boden neigen, wenn es arg frostig ist, beim ersten Sonnenschein recken sie ihre kleinen Gesichtchen wieder dem Licht entgegen.

Die Blätter verschwinden im Frühling und kommen erst im Herbst wieder.
Bei mir stehen sie sehr trocken am Fuß des Perückenstrauches am Rande des mageren Staudenbeetes. Hier ist es im Sommer wirklich absolut staubtrocken.
Es scheint sie nicht zu stören. 


Standort und Pflege von Alpenveilchen

Sie wachsen im Gehölzrand und unter Gehölzen, sogar unter Buchen und Haselnuss. 
Ab Herbst bis Frühling sollte der Platz eher feucht, im Sommer muss er trocken sein und es darf auch ruhig schattig sein, denn sie sind ja in der Ruhephase.


Die großen, flachen Knollen liegen bei mir nur knapp unter der Erdoberfläche. Deshalb ...

... nie aber auch wirklich NIE dort hacken.

Sie bevorzugen neutrale - kalkhaltige, durchlässige, warme Standorte.
Bei mir bekommen sie keinen Winterschutz. Im Herbst gebe ich ihnen eine paar Handvoll feinen Kompost, damit sie genug Nährstoffe beim Austrieb haben.
Wenn die Blüten erscheinen, dünge ich auch schon mal mit schwacher Lösung von flüssigem Bio-Tomatendünger. Da habe ich meist was übrig vom Sommer. Ich dünge immer bei trübem Wetter oder bei etwas Regen (s. Post Blumenzwiebeln düngen - da geht das meist mit).

Vermehrung: durch Samen

All dies gilt für Cyclamen coum.



Es wächst kaum Unkraut um die Alpenveilchen herum - auch nicht im Sommer. Die Knollen beanspruchen den ganzen Platz für sich - auch wenn sie schlafen. Da sie bei uns nah am Stamm der Gehölze wachsen, fällt es nicht auf, dass hier den Rest des Jahres nichts wächst. Gräser verdecken potentiell kahle Stellen.

Es gibt noch eine  enge Verwandte - das Cyclamen hederifolium. Sie blühen früher und sind für mich nicht so interessant. 



Lieferanten für Cyclamen - Wilde Alpenveilchen: 


wir haben unsere Cyclamen coum Knollen bei Blumenzwiebeln Gewiehs online bestellt.
Als Bezugsquelle im Internet wurde beim forum planten empfohlen:  Gärtnerei Schöbel 
Man kann sie in online bei Staudengärtnereien (Gaissmayer, Stade) - oder natürlich in einer Staudengärtnerei vor Ort. Für mich immer die beste Anlaufstelle.
Es macht aber auch unglaublich Spaß, sie selbst aus Samen zu ziehen und zu vermehren. Sie versamen sich auch selbst sehr willig (oder lassen sich von Ameisen vertragen).

Ich habe gemerkt - bei den Cyclamen scheiden sich wohl die Geister. Manche finden sie recht altmodisch - Oma-Pflanzen - oder zu künstlich? 

Trotzdem stelle ich sie hier vor - gehören sie doch zu meinen Lieblingen bei uns im Garten!


Noch viele schöne Frühlingstage wünscht Euch 

Renate aus dem Geniessergarten





Montags-Buch-Rezension

Dieses Buch habe ich dieses Wochenende angeschaut:


Ein vielversprechender Titel und zwei in Gartenkreisen sehr bekannte Namen auf dem Cover haben mich natürlich sehr neugierig gemacht. 
Heidi Howcroft hat als Autorin schon viele gute Gartenbücher geschrieben und Marianne Majerus ist als Fotografin und Gartenfotografin sehr bekannt geworden.
Da habe ich mich gleich um ein Rezensionsexemplar beworben.

Es wurde als "Das neue Grundlagenwerk zur Gartengestaltung" angekündigt und soll "alles enthalten, was man übers Gärtnern heute wissen muss."



Das Buch gibt viele Tipps zur Gartenplanung und einen guten Überblick über viele Gartenthemen wie bauliche Elemente, Blattwerk und Blüten, den Garten einrichten, schwierige Standorte und Expertentips dafür.

Sehr, sehr viele schöne Bilder geben Anregungen und Ideen für den eigenen Garten. Die Texte sind eher knapp gehalten.
Viele schöne große und kleine Gärten werden gezeigt. Stadtgärten und repräsentativer Park, ländlich, naturnah, stylisch modern oder klassisch - ein Überblick zu allen aktuellen und klassischen Gartenstilen ist hier zu finden. 

Ein Buch, das man immer wieder zur Hand nehmen kann, wenn man Inspiration für den eigenen Garten sucht und eine gute Idee für ein Geschenk.


Viele Grüße
Renate